Galerie Kai Hoelzner  
     
 
 
 

Phillip Maiwald

"Hooley"
Februar 16th - March 22nd 2008

 

 
 
 

Invitation Card "Hooley", Galerie Kai Hoelzner, 2008

 

 

 

Gallery view: Hooley, 200 x 300 x 200 cm (L/B/H), verschiedene Materialien, 2008

 

 
   
 

"Gallery view: Hooley, 200 x 300 x 200 cm (L/B/H), verschiedene Materialien, 2008

 

 
   
 

Gallery view: Hooley, 200 x 300 x 200 cm (L/B/H), verschiedene Materialien, 2008

 

 
   
 

Gallery view: Hooley, 200 x 300 x 200 cm (L/B/H), verschiedene Materialien, 2008

 

 
   
 

Gallery view: Hooley, 200 x 300 x 200 cm (L/B/H), verschiedene Materialien, 2008

 

 
   
 

Gallery view: Hooley, 200 x 300 x 200 cm (L/B/H), verschiedene Materialien, 2008

 

 
   
 
 

HOOLEY

Vom 16. Februar bis 22. März zeigt die Galerie Kai Hoelzner Phillip Maiwalds Installation “Hooley”.
Die Titel der Installation bezieht sich auf Patrick Hooligan, der Ende des 19. Jahrhunderts in London als Randalierer und Anführer einer Jugendbande polizeilich aktenkundig wurde. Sein öffentliches Wüten war so auffällig, dass sein Name im Polizeijargon Londons zum Synonym für Schläger und Randalierer wurde.

Phillip Maiwald installiert mit “Hooley” einen Raum im Raum. Wie eine Taucherglocke schützen die massiven Stämme einer Blockhütte sowohl den Besucher gegen ein bedrohliches Innen, wie auch den Bewohner der Blockhütte gegen äußere Einflüsse. Klausur, Zivilisationsflucht oder ein Straftäter, der sich im Wald versteckt? - die Person jedenfalls kann durch ihre Kleidung erkennbar der Hooligan-Szene zugeordnet werden.

Phillip Maiwald lässt mit “Hooley” zwei Welten aufeinander prallen: Esoterik und Hooliganimus. Auf dem Regal über dem Tisch findet sich die mehrbändige Geheimlehre Helena Petrowna Blavatskys. Eines der schwarzen Bücher liegt aufgeschlagen auf dem Tisch, daneben ein Handy. Hooley hat seine Lektüre anscheinend nur kurz für ein Kamillendampfbad unterbrochen. Der reinigende Dampf des Tausensassa-Krauts befreit seine verstopfen Poren und Nebenhöhlen und wird für diejenigen, in deren Schädelinneren Hooley haust, zum Innendruck. Er lässt die Augen hervorquellen und den Adrenalinspiegel steigen, er bläht sie auf wie einen Kugelfisch, er führt zu Wahn und Tinnitus.

Während die Globalisierung den ökonomischen, sozialen, politischen und psychologischen Druck auf den Einzelnen kontinuierlich erhöht, wird der zwangsläufig entstehende innere Drang nach ausgleichender Gewalt juristisch, moralisch und sozial sanktioniert. Links wie rechts wird die dissidente Praxis von Gewalt mit dem Ausschluss vom Diskurs belegt. Wer Gewalt anwendet, diskreditiert sich nachhaltig selbst und verliert seine Glaubwürdigkeit: So zurückgedrängt in das Schädelinnere geistert Hooley durch Köpfe und Medien. Die oft von geheimer Sympathie geprägte Berichterstattung beschreibt ihn als Ur-Ahn einer hermetischen, auf Traditionen und Symbolen fußenden Gemeinschaft, die jenseits gesellschaftlicher Konventionen und Moralvorstellungen einen eigenen Verhaltenskodex etabliert hat.

Phillip Maiwald wurde 1973 in Braunschweig geboren, hat in Braunschweig bei Walter Dahn studiert und lebt ebendort. Von der Graffiti und über die Malerei kommend, arbeitet Maiwald seit einigen Jahren auch installativ in unterschiedlichen Medien, wobei seine Skulpturen und Environments stets eine Bezug zu seiner Malerei haben

 
 

 

Phillip Maiwald
* 1973, Braunschweig

education
Studium Freie Kunst HBK Braunschweig (Walter Dahn)

Solo
2007 Mein Lieblingstier ist Mensch, Simultanhalle, Köln (K)
2006 Apache, Montgomery, Berlin
2005 Levitation Kunstklub Berlin, Berlin
2003 Kunst essen Seele auf, Projektraum Walter Dahn, Braunschweig, (K)

group
2007 Die Lücke die der Teufel Lässt, Galerie Manus Presse, Stuttgart
2007 Der magische Sockel, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin
2007 Evangelisch- Katholisch Finale, Montgomery, Berlin
2006 A room with…, Galerie Michael Jansen, Köln
2005 Plattform II, Kunstverein Hannover
2004 Kabuuum !, Raum 500, München
2004 Provide it, Halle für Kunst, Lüneburg
2003 Lulu´s home, Hinterconti, Hamburg (K)
2003 From t to b, Meyer-Rigger Galerie c/o Peter Gorschlüter, Karlsruhe (K)
2001 Make my paper sound Kunstverein Braunschweig (K)
2001 Generation Gold, Neurotitan, Berlin

 
     
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